Im Februar 2025 haben wir das Projekt «Glück der Genügsamkeit: Suffizienzbildung an den Volkshochschulen» gestartet. Es bringt die Idee der Suffizienz in die Erwachsenenbildung und lädt Menschen in der ganzen Schweiz dazu ein, neue Perspektiven auf Lebensqualität, Konsum und gesellschaftlichen Wandel zu entdecken. Im Mittelpunkt steht dabei nicht der Verzicht, sondern die Frage, wie wenig es für ein glückliches Leben braucht.
Suffizienz ist eine der drei zentralen Nachhaltigkeitsstrategien – neben Effizienz und Konsistenz. Effizienz setzt auf technischen Fortschritt und Konsistenz auf geschlossene Stoffkreisläufe. Suffizienz hingegen fragt: Wie viel ist genug, und was brauchen wir wirklich für ein gutes Leben? Sie strebt das rechten Mass an, schont Ressourcen und sucht Glück nicht im Konsum, sondern in Gemeinschaft, Selbstwirksamkeit und Sinn.
Das Projekt will die Suffizienzbildung im gesamten Netzwerk der Schweizer Volkshochschulen verankern. In allen Sprachregionen entstehen Kurse, Vorträge und Workshops, die alltagstauglich sind, zum Nachdenken anregen und zu Veränderungen motivieren. Im Jahr 2025 stand der Aufbau des Projekts im Vordergrund. In der Pilotphase wurden 37 Veranstaltungen an Volkshochschulen in der ganzen Schweiz durchgeführt, von einer Buchbesprechung zu Erich Fromms «Haben oder Sein» über den Kurs «Faszination Wald – Feuer und Flamme» bis hin zu einem Repair Café.
Für das Jahr 2026 sind bereits 44 weitere Veranstaltungen geplant. Sie zeigen, wie vielfältig die Zugänge zum Thema Suffizienz sind. Das Projekt läuft weiter bis 2029. Wir werden pro Jahr rund 100 Angebote zur Suffizienzbildung an den Volkshochschulen realisieren, um so einen wichtigen Beitrag zu einer Kultur der Genügsamkeit zu leisten.
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