Geschichte des VSV

Volkshochschulen (VHS) sind Einrichtungen der Allgemeinbildung. Mit dieser Absicht wurden sie vor einem Jahrhundert gegründet. Und dieser Absicht werden sie auch heute gerecht – bei allem Wandel. Der Verband der schweizerischen Volkshochschulen (VSV) zählt heute 58 Mitglieder, wobei drei davon insgesamt 22 Sektionen umfassen. Dieser Verband hat die schweizerische Bildungslandschaft der letzten 75 Jahre mitgeprägt.

  1. Die Gründung von Volkshochschulen war eine Reaktion auf die soziale Not, hervorgerufen durch den 1. Weltkrieg und die rasche Industrialisierung, die ein riesiges Industrieproletariat hervorbrachte.
    > Die ersten Volkshochschulen in der Schweiz.
  2. Der VSV wurde 1943 in Kriegszeiten gegründet – mit erzieherischen Absichten. Es galt, das Volk zu bilden, damit jeder ein «Aktivbürger» werde. Die erste ordentliche Mitgliederversammlung fand im Juli 1944 statt.
    > Endlich ein Verband
  3. Die VHS verstanden sich in den 1940er- bis 1960er-Jahren als Trägerinnen der Erwachsenenbildung in der Schweiz schlechthin. Das Kursangebot wuchs von Jahr zu Jahr und deckte bald alle Fachbereiche ab.
    > Die Landschaft der Erwachsenenbildung formiert sich
  4. Entlang der gesellschaftlichen Diskurse veränderten sich die Aufgaben der VHS und somit die Diskussionen im Verband. Neue Themen waren die zertifizierbare Weiterbildung sowie Fähigkeiten im Umgang mit den Informationstechnologien. Dank der Neuausrichtungen blieb das Wachstum der VHS in den 1970er- und 1980er-Jahre ungebrochen.
    > Zertifikate und Computer werden wichtig
  5. Die Mitglieder des VSV stellten ihren Verband ab den 1980er-Jahren regelmässig infrage. Was ist seine Funktion? Jede Krise brachte eine neue Entwicklung – mal in Richtung Professionalisierung, mal in Richtung Vereinfachung der administrativen Wege.
    > Krisen und Konflikte
  6. Das Bundesgesetz über die Weiterbildung, in Kraft getreten am 1. Januar 2017, hält die zentrale gesellschaftliche Funktion des lebenslangen Lernens fest. Die VHS bieten nach wie vor Kurse an, die für alle zugänglich sind. Didaktisch basieren sie auf dem Modell des Präsenzunterrichts in Gruppen.
    > Heute und morgen
  7. Auch heute bieten die Volkshochschulen Kurse für alle und jedermann. Die Modelle sind noch vielfältiger als früher. Fragen an den Verbandspräsidenten Christoph Reichenau.
    > Blick in die Zukunft
  8. Ohne leitende Köpfe ging nichts.
    > Liste der Verbandspräsidenten

Wie die Zeiten vergehen. Oben eine Exkursion der Volkshochschule Zürich nach Pompes  1930, unten eine derselben VHS nach Schloss Waldegg, Solothurn, 2017