Rund um den Illetrismus

Lesen und Schreiben sind in der Schweiz keine Selbstverständlichkeit. Gemäss Auswertungen der ALL-Studie verfügen 16 Prozent der SchweizerInnen über nur ungenügende Lesekompetenzen. Sie können zwar einen Text entziffern, verstehen aber dessen Inhalt nicht. In der Schweiz bezeichnet man dieses Phänomen als Illettrismus.

Üblicherweise wird der Begriff Illettrismus in der Schweiz wie folgt definiert: „Illettrismus ist ein gesellschaftliches Phänomen, das die Tatsache beschreibt, dass Erwachsene, welche die Sprache ihres Landes oder ihrer Region sprechen und die obligatorische Schulzeit absolviert haben, die Grundkompetenzen Lesen, Schreiben und Rechnen nur ungenügend beherrschen.“

Illettrismus wird synonym zum Begriff „funktionaler Analphabetismus“ verwendet und ist entsprechend gleichbedeutend mit „Analphabetismus“: Letzteres betrifft Menschen, die nie zur Schule gegangen sind und deshalb gar nie die Möglichkeit gehabt haben, unser Schriftsystem zu lernen.

Quelle www.alice.ch