Bildungssystem Schweiz

Für die Weiterbildung gilt, was auch im übrigen Bildungssystem gilt: Die Bildungschancen sind ungleich verteilt. Dabei tragen jene Bevölkerungsgruppen, die am wenigsten Zugang zu Weiterbildung haben, zugleich ein erhöhtes Risiko für Arbeitslosigkeit und Armut. Wer seine Kompetenzen nicht laufend weiterentwickelt, kann leicht den Anschluss an die Arbeitswelt verpassen. Besonders gross ist dieses Risiko bei wenig Qualifizierten und bei Personen mit mangelhaften Grundkompetenzen.
Die Beteiligungsquote an organisierter Weiterbildung liegt in der Schweiz bei jährlich knapp 40%. Das heisst: Zwei von fünf Erwachsenen nehmen innerhalb eines Jahres an Weiterbildungsveranstaltungen teil. Das heisst umgekehrt auch: drei von fünf Personen bilden sich nicht jedes Jahr weiter.
Unterschiedliche Massnahmen dienen dazu, neue Bevölkerungsgruppen zur Weiterbildung zu motivieren. Lebenslanges Lernen ist eine Chance für alle – und für die Gesellschaft als Ganzes. Als besondere Massnahmen hervorzuheben sind das Lernfestival sowie der jährliche Weltalphabetisierungstag, der jeweils am 8. September stattfindet.
Die Volkshochschulen dienen durch Angebotsvielfalt und schwellenfreien Zutritt ganz besonders dem Ideal des lebenslangen Lernens. Sie bieten Kurse in Lesen und Schreiben, Kurse gegen Illettrismus, Kurse in praktischen Kompetenzen, akademische Allgemeinbildung, Sprachen, Bildung mittels Reisen, Gesundheitsinformation und -kurse, Bewegung, Gestaltungskurse und vieles mehr.