Tagung vom 16.11. SVEB "Weiterbildung 4.0"

Weiterbildung 4.0 – der SVEB und die KMUs ziehen am gleichen Strick

(He) Am 16. November 2017 trafen sich rund 60 VertreterInnen verschiedenster Organisationen in Bern zur KMU-Tagung des SVEB unter dem Motto „Chancen und Erfolgsfaktoren der Weiterbildung in KMU“. „Weiterbildung ist Gold – Weiterbildung ist die Zukunft“, so führte Nationalrat und SVEB-Präsident Matthias Aebischer (SP) in seinem Einleitungsvotum in die Tagung ein. In unser Schulsystem hat sich seit einigen Jahren ein neuer Bereich etabliert: Die Weiterbildung über das ganze Berufsleben hinweg.

Henrik Slöör (Investors in People IIP, ICH Consulting), Alfred Münger (gelernter Elektromechaniker und Dozent an der FHS für Wirtschaft in Fribourg) und Stefan Wüthrich (Koordination Klubschulen/Freizeitanlagen, Migros) führten in die unterschiedlichen Problematiken ein. Für die Anbieter ist es ein Kerngeschäft, das sie kennen und das sie entsprechend weiterentwickeln wollen. Für die KMUs, vor allem auch für die rund 580’000 Kleinst-Unternehmen (ein bis neun Mitarbeitende) sind Weiterbildungskosten (Zeit und Geld) jedoch kaum eingeplant. Sie seien sich ihrer Bedürfnisse nicht bewusst und hätten zu wenig Zeit, sich damit zu befassen, so die These. Ein Unternehmer, der wissen möchte, wie er seine Buchhaltung einfacher gestalten kann, brauche keinen ausführlichen Finanzberaterkurs.

Die Anbieter sind gefordert, Kontakte mit den KMUs zu knüpfen, deren konkrete Herausforderungen kennen zu lernen und mit ihnen zusammen eine Strategie zu entwickeln, in der die Weiterentwicklung der Mitarbeitenden ein wichtiger Bereich ist. Akquise sei kein Sprint, sondern ein langfristiger Prozess.

Bleibt zu wünschen, dass mit einem nächsten Anlass mehr KMUs angesprochen werden als am 16. November, wo die vertretenen KMUs sich an einer Hand abzählen liessen.

Im Bild: Alfred Münger, Dozent an der FHS für Wirtschaft in Freiburg (Photo RH)